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Stadt versorgt mit offiziellen Informationen zum Zukunftsprojekt Morgenrot

Die Stadtverwaltung präsentiert den gegenwärtigen Fortschritt des geplanten Industrie- und Energieparks nahe des Quedlinburger Ortsteils Morgenrot stets aktuell auf der stadteigenen Webseite www.quedlinburg.de/zukunftmorgenrot. Seit Beginn der Veröffentlichung erster Projektplanungen im vergangenen September erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung.

„Die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit verlässlichen und korrekten Informationen ist essentiell für eine sachliche Meinungsbildung, ohne dass emotionsgeleitete Vorurteile überwiegen“, betont Stadtsprecherin Sabine Bahß. Dies sei aktuell vor allem auf Grund unseriöser Berichterstattung mit unvollständigen und irreführenden Informationen über diverse Kanäle von hoher Wichtigkeit.


Oberbürgermeister Frank Ruch widerspricht den in der Öffentlichkeit kursierenden Aussagen über die Gefährdung des Welterbestatus und das Ausbleiben von Einnahmen für die Stadtkasse. Quedlinburg trage mit Stolz den Titel UNESCO-Weltkulturerbe und „handelt verantwortungsvoll“, erklärt Frank Ruch. „Dieser Status ist für uns Verpflichtung und Verantwortung zugleich. Genau aus diesem Grund wird eine Welterbeverträglichkeitsprüfung durchgeführt“, erläutert der Rathaus-Chef. Ein renommiertes, unabhängiges Planungsbüro prüft, ob und unter welchen Bedingungen das Projekt mit dem Welterbestatus vereinbar ist. „Das Welterbe hat für uns oberste Priorität und darf keinesfalls gefährdet werden“, versichert der Oberbürgermeister und betont erneut die konkreten Vorteile des Zukunftsprojektes Morgenrot für Quedlinburg.

Stabile Einnahmen für die Stadt durch Gewerbesteuer und Einnahmen nach dem Akzeptanz- und Beteiligungsgesetz Sachsen-Anhalt nennt er an erster Stelle. Er rechnet mittelfristig mit jährlichen Einnahmen von 5 bis 10 Millionen Euro für die Stadt.

Dieses Geld bleibe hier, informiert der Oberbürgermeister: „Wir können es zukünftig in die Sanierung von Straßen und Brücken, den Erhalt von Kultur- und Sportangeboten und die Unterstützung von Vereinen investieren. So sichern wir freiwillige Leistungen. Erst sie machen unsere Stadt lebens- und liebenswert.“

Aktuell wird der finanzielle Spielraum der Welterbestadt immer enger. Die Stadt benötigt diese eigenen Einnahmen dringend. „Wer glaubt, dass langfristig ausreichend Hilfe von außen kommt, verkennt die Realität. Wenn wir unsere kulturelle Vielfalt, unsere Vereine, unsere sozialen Angebote, unsere Infrastruktur erhalten wollen, brauchen wir eigene, verlässliche Einnahmequellen“, unterstreicht Oberbürgermeister Frank Ruch. Das „Zukunftsprojekt Morgenrot“ eröffne diese Perspektive.

Darüber hinaus bietet das Projekt langfristig stabilere und günstigere Strompreise auch für die Haushalte im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Quedlinburg und für günstigere Fernwärmepreise.

Der Oberbürgermeister der Welterbestadt rechnet damit, dass neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze im Energiesektor gesichert und geschaffen werden und dass Synergien für Quedlinburger Unternehmen entstehen.

Frank Ruch macht mit Hinweis auf die Gesetzeslage deutlich: Wir müssen handeln. Nach dem Windenergieflächenbedarfsgesetz müssen in der Planungsregion Harz, zu der auch die Welterbestadt Quedlinburg gehört, 1,2 Prozent der Fläche für Windenergieanlagen ausgewiesen werden. Diese Entscheidung liegt nicht im Ermessen der Welterbestadt Quedlinburg. Die Frage ist daher nicht: Ob Windenergie kommt. Die Frage ist: Wo – und unter wessen Gestaltungshoheit?

„Wenn Quedlinburg keine eigenen Flächen ausweist“, so das Verwaltungsoberhaupt weiter, „werden Andere dies tun – an unserer Gemarkungsgrenze oder auf anderen Flächen.“ Die Anlagen könnten entstehen, möglicherweise im Sichtfeld, jedoch ohne dass wir Einfluss auf Standortwahl, Ausgestaltung oder wirtschaftliche Beteiligung hätten.

05.03.2026