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Arbeiten im Augustinern erfordern Sperrung im Steinweg

Im Augustinern laufen die Arbeiten für den grundhaften Ausbau im ersten Bauabschnitt.

Die Trennung des alten Mischwassersystems in ein Trennsystem erfordern auch Arbeiten, die bis in den Steinweg greifen. Im Kreuzungsbereich wird in mehr als drei Metern Tiefe ein Abschlagsbauwerk errichtet, das im Rahmen der Entwässerung das Niederschlagswasser kontrolliert ableitet. Für den Bau ist eine Vollsperrung in der Zeit vom 22. Juni bis 21. August erforderlich. Der Verkehr wird über die Reichenstraße und die Kleersstraße umgeleitet. Die Ballstraße wird zur Einbahnstraße in Richtung Kaplanei.

Künftig werden im Augustinern Schmutz- und Regenwasser getrennt, um bei Starkregenereignissen die Kläranlage nicht zu überlasten. Dafür sind die Welterbestadt Quedlinburg, die Stadtwerke und der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Ostharz in ihrem Gemeinschaftsprojekt derzeit mit dem Bau einer neuen Schmutzwasserleitung beschäftigt. Sie wird einen mehr als 100 Jahre alten Mischwasserkanal ersetzen. Bislang sind in diesem Kanal Schmutz- und Niederschlagswasser gemeinsam abgeflossen. Im weiteren Verlauf wird zusätzlich eine Niederschlagsleitung verlegt. „In der Zukunft soll es dieses Trennsystem überall in der Stadt geben und bei grundhaften Straßensanierungen zum Einsatz kommen“, erläutert Susanne Krüger, städtische Tiefbauingenieurin, und ergänzt, dass die jetzige Errichtung des Abschlagsbauwerkes auch dabei helfen wird, dass die Bauarbeiten im Erdreich bei Starkregenereignissen wie im April nicht beeinträchtigt werden.

Zu den auszuführenden Arbeiten gehören im weiteren Verlauf auch die Erneuerung der Trinkwasserleitungen und Stromversorgung sowie das Verlegen von Leerrohren für Glasfaser. Die Gasleitungen wurden bereits erneuert und bleiben. „Die Oberfläche der Straße wird in ihrer Optik der Reichenstraße ähneln“, sagt Bauleiter Lutz Becker von der beauftragten Firma Granitbau Nordhausen GmbH. Ein wichtiges Anliegen des Bauleiters ist der Hinweis auf die parkenden Fahrzeuge im Baustellenbereich: „Die Straße ist sehr eng und die Baufahrzeuge müssen rückwärts einfahren. Das gefährdet die abgestellten Fahrzeuge und verzögert unsere Arbeiten.“ Alle Baubeteiligten bitten deshalb darum die Einschränkungen durch falsch abgestellte Fahrzeuge zu vermeiden und die Baustelle freizuhalten.

Nach aktuellem Stand werden die Bauarbeiten im 250 Meter langen ersten Bauabschnitt im Juni 2027 abgeschlossen sein.

19.06.2026